Psychotherapeutische Grundlagen (Aufbaujahr) - Termine Wochenendkurs
Start ab dem 20.02.2009 & 21.02.2009
13.03.2010 & 14.03.2010 18.04.2010 & 19.04.2010 08.05.2010 & 09.05.2010 19.06.2010 & 20.06.2010 09.07.2010 & 10.07.2010 18.09.2010 & 19.09.2010 16.10.2010 & 17.10.2010 13.11.2010 & 14.11.2010 18.12.2010 & 19.12.2010 Immer Samstags und Sonntags von 9:00 bis 17:00 Uhr.
Der gleichzeitige Besuch der anderen Kurse ist erlaubt!
Einjährige Kompakt-Ausbildung mit 160 Stunden Unterricht - Die nächsten Kurse starten im Oktober 2010. Bitte jetzt schon unverbindlich vormerken lassen.
"Krankheit ist potentiell jedes Menschen Not, geht uns alle an."
Die Aufbaustufe (psychotherapeutische Grundlagen) will den Menschen, die nicht über einen Hochschulabschluss mit anschließender therapeutischer Weiterbildung verfügen, in Angleichung an diese Curricula zum einen zu einer erfolgreichen staatlichen Überprüfung verhelfen und zum anderen sie in ihrer späteren Praxistätigkeit wirksam unterstützen. Unser Ziel ist es, den sorgfältigen, achtsamen und wissenschaftlich fundierten Umgang mit dem leidenden Menschen zu fördern und zu unterstützen.
In den Psychotherapeutischen Grundlagen (Aufbaustufe) wird das grundlegende Fundament für eine wirkungsvolle therapeutische Tätigkeit gelegt. Dabei werden Sie von Dozenten mit langjähriger Praxis- und Lehrerfahrung unterrichtet, begleitet und unterstützt (Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychoanalytiker, Heilpraktiker für Psychotherapie).
Durch psychotherapeutische Selbsterfahrung und praktische Anwendung unter Supervision werden in dieser Ausbildung neben der Vermittlung von theoretischen Konzepten auch wirkungsvolle Handlungsanleitungen für Ihren Weg in die therapeutische Selbständigkeit vermittelt.
Das Psychotherapeutische Grundlagenjahr (Aufbaustufe) dient der Vertiefung des psychologischen Denkens. Die Ausbildung hat ihren Schwerpunkt in der Krankheitslehre. Es sollen alle wesentlichen Grundbegriffe definiert und anhand von Fallbeispielen erläutert werden. Es geht hierbei um die Umsetzung in konkretes therapeutisches Wissen.
Wir arbeiten medienunterstützt (Aufnahmen von Fällen uvm.). Außerdem erhalten Sie zahlreiche Skripte zu den behandelten Themen (ingesamt über 1000 Seiten). Anhand zahlreicher Fallbeispiele (klinische Erfahrung mit psychisch kranken Menschen) kann therapeutische Selbsterfahrung (Lehrtherapie) in Form von Arbeitsgruppen unter Supervision weiter vertieft werden.
Sie bekommen konkrete Hilfen, ein psychologisch - therapeutisch - diagnostisches Gespräch zu führen, um die Indikation zu einer psychotherapeutischen Maßnahme zu stellen, um konkrete Aufgaben und Ziele mit dem Klienten zu formulieren und die dazu passenden Interventionen.
Unser Ausbildungsziel ist es, dass Sie sowohl Ihre Rolle als Therapeut als auch die Ihrer Klienten aus einer umfassenden Perspektive verstehen. Dazu gehört wesentlich die Reflexion Ihrer Einstellung zu psychologischen Dimensionen des Krankseins, um auf diese Weise einen vertieften Zugang zum Klienten zu gewinnen. Diese Perspektive enthält biologische, psychologische und soziale Aspekte des Krankseins. Sie charakterisiert den ganzheitlichen Ansatz in der Therapie.
Sie erhalten außerdem Zugang zu unserem E-Learning Bereich, wo Sie die Skripte, Aufnahmen des Unterrichts (mp3 und Video) und vieles mehr finden.
Ausbildungsinhalte:
Therapeutische Identität
Reflexion oder Modifikation persönlicher Voraussetzungen für das therapeutische Erleben und Handeln unter Einbeziehung biographischer Aspekte sowie bedeutsamer Aspekte des Erlebens und Handelns im Zusammenhang mit einer therapeutischen Beziehung (komplementär –differentielle Beziehungsgestaltung)
Zur Problematik von normal, gesund, krank, abnorm
Was weiss die Klinische Psychologie / Psychiatrie vom Menschen? Menschenbild, Krankheitsbild und Therapieverständnis.
Entwicklungs-, lern-, emotions-, sozial-, persönlichkeits- und neuropsychologische Grundlagen der Psychotherapie. Der diagnostische Prozess - ein Erkenntnisprozess Gespräche bzw. Interviews sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Psychodiagnostik. Freie, offene, strukturierte, unstrukturierte und vollstandardisierte Interviews.
Allgemeine und spezielle Krankheitslehren der Störungen mit Krankheitswert, bei denen Psychotherapie indiziert ist, unter Berücksichtigung der wissenschaftlich anerkannten Verfahren.
Psychiatrische Krankheitslehre:
Einführung in die Psychopathologie
Klassifikation und Diagnostik psychischer Störungen
Psychopathologischer Befund
Psychiatrie Falldarstellung
Das psychiatrische Interview, deskriptiv –phänomenologische Diagnostik (ICD -10, DSM IV) Krankheitssystematik, Psychiatrische Trias, ICD-10. Eine Landschaft wird durch eine Karte abgebildet. Exploration (Erhebung der aktuellen Beschwerden), Psychopathologische Befunderhebung, Symptom-, Syndromlehre. Anamnese (Erhebung der Lebensgeschichte). Unterschiedliche Anamneseformen: allgemeine, spezielle, Familien-, Eigen-, Fremd- Anamnese u.a. Differentialdiagnostischer Prozess: Welche Zuordnung des beschriebenen Bildes zu den erhobenen Befunden und zu den anamnestischen Angaben kommen in Frage? Labor – Apparatediagnostik, testdiagnostische Befunde Einüben und selbständiges Erstellen eines Psychiatrischen Interviews anhand von ausgesuchten Beispielsfällen.
Verhaltenstherapeutische Diagnostik (Verhaltensanalyse) Die Verhaltensgleichung S-O-R-K-C, Verhaltenstherapeutisches Interview, horizontale und vertikale Verhaltensanalyse, Bedingungsanalyse problematischer Verhaltensweisen und Therapieplanung, Verhaltensbeobachtung, Selbstbeobachtung, Selbst- und Fremdbeurteilungsfragebögen. Einüben der Verhaltensdiagnostik, Erstellen einer horizontalen und vertikalen Bedingungsanalyse und Therapieplanung anhand ausgesuchter Fallbeispiele.
Psychodynamisches Interview Bei der psychodynamischen Diagnostik geht es schwerpunktmäßig um die Herstellung einer tragfähigen Beziehung und um Aspekte der Übertragung/ Gegenübertragung. Diagnostische Zielsetzungen sind die Beziehungsdiagnostik, Diagnostik der Abwehrformen, der inneren Konflikte und der Strukturdefizite entsprechend der psychoanalytischen Krankheitslehre. Geschichte des Psychodynamischen Interviews, das Dynamische Interview (Gill, Newmann und Redlich), das Diagnostische Interview (M.und E. Balint), das Szenische Interview (Argelander), die Biographische Anamnese unter tiefenpsychologischem Aspekt (Dührssen), das Strukturelle Interview (Kernberg), die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2).
Den Schwerpunkt bildet die OPD-2. Die durch das OPD- Instrument angestrebte Klassifizierung:
Achse I Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen erfolgt anhand von 5 Achsen. Achse II Beziehung (dysfunktionelles habituelles Beziehungsverhalten), psychodynamische Formulierung des dysfunktionalen Beziehungsverhaltens. Interpersonelle Kreismodelle, z.B. SASB Modell (Lorna Benjamin), Luborsky, Horowitz, Leary) Übungen anhand ausgewählter Beziehungsepisoden im Rahmen von klinischen Störungsbildern.
Achse III Konflikt Dabei können lebensbestimmende, verinnerlichte Konflikte den eher aktuellen, äußerlich determinierten konflikthaften Situationen gegenübergestellt werden. Abhängigkeit versus Autonomie Kontrolle versus Unterwerfung Versorgung versus Autarkie Selbstwertkonflikte Über-Ich und Schuldkonflikte Ödipale und sexuelle Konflikte Identitätskonflikte Fehlende Konflikt- und Gefühlswahrnehmung Aktualkonflikte
Übung anhand von ausgesuchten Beispielsfällen, Videosequenzen von psychotherapeutischen Dialogen werden zusammen mit dem Studierenden interpretiert. Fragen zur Selbstreflexion Erstellen und Auswerten eines Gesprächprotokolls und eines Beobachtungsbogens.
Achse IV Struktur Insuffizienzen psychischer Strukturen. Die psychische Struktur stellt den Hintergrund dar auf dem sich Konflikte mit ihren gut oder schlecht angepassten Lösungsmustern darstellen. Selbstwahrnehmung Selbststeuerung Abwehr Objektwahrnehmung Kommunikation Bindung.
Strukturelle Systematik klinischer Bilder. Übung anhand von ausgesuchten Beispielsfällen, Videosequenzen von psychotherapeutischen Dialogen werden zusammen mit dem Studierenden interpretiert. Fragen zur Selbstreflexion Erstellen und Auswerten eines Gesprächprotokolls und eines Beobachtungsbogens. Achse V Psychische und Psychosomatische Störungen nach dem Kapitel V (F) der ICD -10 Ergänzungen des ICD -10 im Bereich der Psychosomatik Krisenintervention, supportive Pychotherapie Krankheitsgruppen und Ihre Therapieansätze: Belastungsstörungen, depressive Störungen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen, somatoforme Störungen, Sexualstörungen, Posttraumatische Störung, Essstörungen und andere. Diagnostik und differentielle Indikation zur Behandlung, anhand ausgewählter Fallbeispiele
Hintergründe der Ausbildung:
Notwendiges gesichertes Veränderungs- und Handlungswissen lässt sich nach wie vor bei psychischen Störungen nur in einem Bruchteil auf gesicherte Forschungsbefunde zurückführen. "Learning from many masters" wird auch zukünftig das aussichtsreichste Prinzip des Wissenserwerbs bleiben. Das heisst, es muss auf theoretisch begründetes und aus der klinischen Erfahrung gewonnenes Expertenwissen zurückgegriffen werden.
Erst unter dem Druck der Ärztekammern und Psychotherapie- Richtlinien und seit wenigen Jahren unter dem Sachzwang des Psychotherapeutengesetzes wurden überhaupt Curricula für den theoretischen Unterricht Selbsterfahrung (Lehrtherapie) und Supervision entworfen. In der Ausbildungs – Prüfungsordnung für psychologische Psychotherapeuten (Psych Th-AprV) wird erstmals beschrieben, was in der Ausbildung zu vermitteln ist und was am Ende der Ausbildung gewusst und beherrscht werden muss.
Anzahlung in Höhe von 500 € vor Kursbeginn, danach folgen monatlich 9 Raten über je 100 € (insgesamt: 1400 €). Auf Wunsch kann auch eine andere Ratenzahlungsvereinbarung getroffen werden, geben Sie dies bitte unter Anmerkungen an.
Rabatte:
10% Rabatt für Schüler des Asklepiad Instituts, Rentner, Studenten und Arbeitslose.
Die Psychotherapeutischen Grundlagen und die Fallseminare können angerechnet werden im Rahmen einer Tiefenpsychologischen fundierten Therapie-ausbildung und unterstützen wesentlich die Prüfungsvorbereitung.