Kunsttherapie ist ein weithin anerkanntes und geschätztes Verfahren, das in vielen Kliniken (z.B. psychosomatischen) verwendet wird. In der Kunsttherapie gilt der Ansatz "Ausdruck ist Bewältigung", daher sind seelische Vorgänge, die ausgedrückt oder gestaltet werden können, leichter zu verstehen und zu bewältigen.
Durch den Farbdialog entwickeln Sie die Fähigkeit, Menschen in ihren Entwicklungsprozessen einfacher begleiten und unterstützen zu können, was oft mit intensiven Prozessen während der Ausbildung verbunden ist. Als Mittel der Kommunikation mit dem Unbewussten lassen sich Blockaden und Widerstände beeinflussen und auflösen, wo Worte nicht mehr weiterhelfen.Der Farbdialog ist ein spezielles dialogisches Verfahren, bei dem der Klient und der Therapeut zusammen malen. Dadurch erfährt der bewusste verbale Dialog eine Erweiterung durch Farbe und Form als wertfreie Sprache des Unbewussten. Der Farbdialog ermöglicht eine nonverbale Kommunikation und wirkt aktivierend auf das Unbewusste, vor allem auf die tieferen archetypischen Schichten mit ihrem Wahrheits- und Weisheitsgehalt.
Während der Ausbildung lernen Sie den Farbdialog als Prozess in 3 Formen kennen:
- Der Farbdialog als Selbstausdruck: Jeder Teilnehmer malt alleine. Dies unterstützt in der eigenen Entwicklung und Selbstfindung und fördert daneben in Krisenzeiten die eigene Entlastung.
- Farb – Dialog: Malen zu zweit, z.B. Klient und Therapeut, Paare, Eltern mit Kindern.
- Gruppen – Farbdialog: Hier entsteht eine Art Gruppen – Unbewusstes, als gemeinsam nach Ausdruck und Lösungen sucht.
Traumdeutung
Auch die Traumdeutung - nach Freud der Königsweg zum Unbewussten - spielt in der kunsttherapeutischen Ausbildung eine entscheidende Rolle. Über die Führung eines Traumbuches sowie das Malen von Traumbildern wird ein eigener Entwicklungsprozess angeregt durch den sich das Verständnis für sich selbst und seine Umwelt verbessert.
Methoden der klassischen Kunsttherapie ergänzen den Farbdialog. Dabei spielt das Malen von Themen wie Märchen, Mythen und Träumen, ebenso wie die Visualisierung bzw. Darstellung der eigenen Lebenssituation z.B. als Landschaft etc. eine große Rolle. Die Bilder der klassischen Kunsttherapie lassen sich über ein darauf folgendes Gespräch mit dem Klienten weiter deuten und in ihrer Wirkung vertiefen.
Tiefenpsychologische Gesprächsführung
ergänzt die Kunsttherapie. Dabei geht es um die Fähigkeit zur therapeutischen Beziehungsgestaltung, um die Wahrnehmung des psychodynamischen Geschehens, wozu auch das szenische Verstehen gehört und die Fähigkeit dies in Worte zu fassen und dem Klienten zu vermitteln.
Die praktischen Übungen in der Gruppe werden anhand von Videofilmen mit fallgeleiteter Gesprächsführung vertieft. Während der Ausbildung unterrichten Sie auch verschiedene erfahrene Gastdozenten aus den Bereichen der Kunsttherapie. Im Rahmen der Ausbildung sollen fünf Einzelstunden Supervision / Lehrtherapie bei den Leitern in der Praxis absolviert werden. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie ein Zertifikat.











